Dienstag, 27. Juli 2010
Dienstag, 11. Mai 2010
Wulf Schmiese
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| Foto: dpa/DPA (Quelle) |
Dass er eher ein Zeitungsjournalist ist, merkt man ihm immer noch an. Er verspricht sich einfach hier und da und man merkt, dass es wegen der Aufregung geschieht. Dennoch übergeht er solche (zu vernachlässigenden) Fehler gekonnt und - und das finde ich sehr gut - stellt gerade Politikern gescheitere Fragen als seine Kollegen. Man merkt, dass er da einfach viel Erfahrung hat und weiss, wie er sie zu kitzeln hat, damit sie nicht nur bescheuerte Phrasen dreschen.
In Sachen Humor gibt er sich Mühe, aber durch die (noch) fehlende Lockerheit kommt das meistens holprig rüber. Leider Gottes wird das Ganze auch noch durch seine Partnerin nicht gerade begünstigt. Die gute Dunja ist auch nicht unbedingt die beste Morgenmagazin-Moderatorin (wenn es nach meinem Geschmack geht...huch, danach geht es ja hier auch!).
Nichtsdestotrotz bekommt er von mir die Chance, auch wenn ich die aktuelle Sendung der ZDF-Kollegen nicht mehr so stark finde, wie die der ARD-Kollegen (wie ihr sicher wisst, wechseln sich die Sender im Wochentakt mit der Produktion ab). Aber gebt ihm wenigstens einen besseren Kollegin/eine bessere Kollegin an die Seite...echt mal. Wenigstens einer muss witzig, locker, lässig oder alles zusammen sein. Pffft...
Montag, 26. April 2010
Mittwoch, 14. April 2010
Rest: Lanz
Hat nix mit dem MoMa zu tun, aber läuft beim ZDF: Markus Lanz
Kann dem Typen mal jemand beibringen, wie man eine ordentliche Diskussion führt?! So oft, wie er gestern schon wieder unterbrochen hat...setzt der Schönheitschirurg zu einer Erklärung an, haut der Lanz schon die erste Zwischenfrage ein (besonders gestelzt seriös gefragt), also versucht der Doktor nun auf diese Zwischenfrage einzugehen und...ZACK...nächste dumme Frage.
Beispiel:
Lanz: "Gibt es Alternativen?"
Arzt: "Ja, es gibt das bekannte Fettabsaugen und die Fett-Weg-Spritze, mit der wir..."
Lanz: "Was ist denn die Fett-Weg-Spritze?"
Arzt: "Das ist ein Mittel [Anm. v. Gerhard: Name vergessen] der Pharmaindustrie, dass..."
Lanz: "Bieten sie das bei sich auch an?"
Arzt (sichtlich genervt, aber ruhig): "Ja, das bieten wir auch an."
Man merkt ja nicht nur, dass er wenig Ahnung hat (auch bei seiner Kochshow, die man sich - seit er sie übernommen hat - nicht mehr ansehen kann), man merkt auch noch, dass er das durch besonders viele, möglichst klug klingende Fragen und einer ganz besonders nervigen Art und Weise der Ausdrucksweise, zu überdecken versucht.
Er macht ja einen netten Eindruck, aber als Moderator oder gar Diskussionsführer ist er - in meinen Augen - ungeeignet.
Kann dem Typen mal jemand beibringen, wie man eine ordentliche Diskussion führt?! So oft, wie er gestern schon wieder unterbrochen hat...setzt der Schönheitschirurg zu einer Erklärung an, haut der Lanz schon die erste Zwischenfrage ein (besonders gestelzt seriös gefragt), also versucht der Doktor nun auf diese Zwischenfrage einzugehen und...ZACK...nächste dumme Frage.
Beispiel:
Lanz: "Gibt es Alternativen?"
Arzt: "Ja, es gibt das bekannte Fettabsaugen und die Fett-Weg-Spritze, mit der wir..."
Lanz: "Was ist denn die Fett-Weg-Spritze?"
Arzt: "Das ist ein Mittel [Anm. v. Gerhard: Name vergessen] der Pharmaindustrie, dass..."
Lanz: "Bieten sie das bei sich auch an?"
Arzt (sichtlich genervt, aber ruhig): "Ja, das bieten wir auch an."
Man merkt ja nicht nur, dass er wenig Ahnung hat (auch bei seiner Kochshow, die man sich - seit er sie übernommen hat - nicht mehr ansehen kann), man merkt auch noch, dass er das durch besonders viele, möglichst klug klingende Fragen und einer ganz besonders nervigen Art und Weise der Ausdrucksweise, zu überdecken versucht.
Er macht ja einen netten Eindruck, aber als Moderator oder gar Diskussionsführer ist er - in meinen Augen - ungeeignet.
Montag, 29. März 2010
Wurm drin
Heut ist bei den Journalisten und Moderatoren wirklich der Wurm drin. Kaum einer kann fehlerfrei oder einfach mal locker vor der Kamera reden. Bei dem Bericht über Fahrgeschäfte auf dem Dortmunder Kirmes gab es wieder grandioses Blabla ("Sehen sie, wie modern das Geschäft beleuchtet wird" - zu sehen sind hunderte Glühbirnen und Neonröhren in Gelb, Rot und Blau...wahnsinnig modern). Und im Studio werden aus 220.000 Toten in Haiti einfach mal 220. Sogar die Anrufer beim Service (Thema: "Wenn der Blutdruck schwankt.") können nicht richtig reden.
Ich schiebe es mal auf den Montag und die Uhrzeit.
Ich schiebe es mal auf den Montag und die Uhrzeit.
Dienstag, 23. März 2010
Ein Fall für Zwei
...und zwar für die Redakteure Klasen und Wodnik (hab ich mir mal notiert), die sich wohl für witzig halten. Mögen sie ja sein, aber ihr heutiger Beitrag zu den Bayern und speziell deren Trainer Louis van Gaal war einfach nicht witzig.
Eine verworrene Mischung aus holländischem Käse (lustig...na hier...weil van Gaal...der ist doch Holländer...haha!), unterlegt mit Archivbildern von Reportagen über Käseherstellung, Fußball-Aufnahmen und Pressekonferenz-Zitaten von van Gaal - natürlich aus dem Zusammenhang gerissen und irgendwie "witzig" mit dem Beitrag verknüpft. Ausserdem waren die Aufnahmen absichtlich "gealtert" worden, sodass es aussah, als wären es historische Aufnahmen. WTF?!
Das war echt Käse.
Eine verworrene Mischung aus holländischem Käse (lustig...na hier...weil van Gaal...der ist doch Holländer...haha!), unterlegt mit Archivbildern von Reportagen über Käseherstellung, Fußball-Aufnahmen und Pressekonferenz-Zitaten von van Gaal - natürlich aus dem Zusammenhang gerissen und irgendwie "witzig" mit dem Beitrag verknüpft. Ausserdem waren die Aufnahmen absichtlich "gealtert" worden, sodass es aussah, als wären es historische Aufnahmen. WTF?!
Das war echt Käse.
Mittwoch, 17. März 2010
Unheilig im Studio
Heute war ja die Einmann-Band Unheilig im ARD-Morgenmagazin. Der Typ macht wohl seit 10 Jahren Musik und ich hab erst in den letzten Tagen davon mitbekommen. Klingt für mich wie ein Misch-Masch aus semierfolgreichem Deutsch-Rock-Pop der letzten Jahre...wenn ich mir die Namen gemerkt hätte, würde ich jetzt einen nach dem anderen runterrattern und am Ende noch eine unerwartete Schlagerkombo anführen - so als Pointe. Aber ich merk mir einfach keine Namen von schlechten Bands. Deswegen ein Foto vom Auftritt heute Morgen:
Gespielt wurde eine Piano-Variante der "Hit-Single" und diese Version von Geboren Um Zu Leben klang mir arg nach Yann Tiersens Comptine D' un Autre Ete für den wundervollen Film "Die fabelhafte Welt der Amélie". In der normalen Version ist das auch zu hören, deswegen hier nur der Link zur Moma-Version (sicher eh irgendwann wieder down) und ansonsten die beiden Lieder zum direkten Vergleich:
Und jemand mit so einem Bart kann echt nicht cool sein.
Freitag, 12. März 2010
Ausreden-Klon
Ich schaue nicht auf den Bildschirm, höre jemanden reden und denke: "Ah, der Guido."
Ich schaue auf den Bildschirm, sehe jemanden reden und denke: "Ah, der Guido."
Christian Lindner (FDP) ist zu einem meiner Lieblingspolitiker in Deutschland geworden. Und er war heut mal wieder beim Morgenmagazin. Das isser:
Der erste Satz von Normen Odenthal: "Herr Lindner, nun sind ja alle Ausreden aufgebraucht. Was sagen sie nun zu den schlechten Umfragewerten der FDP?"
Was kam, war eine weitere Ausrede, dass das ja alles gar nicht so wild sei, denn man sei ja für eine Wahlperiode von 4 Jahren (sic!) gewählt. Man solle sich nicht die schlechte Angewohnheit der Wirtschaft angewöhnen, alles nur in Quartalen zu sehen (oha...ein Seitenhieb gegen die Wirtschaft? Die gehen sogar ihre eigenen Leute an, wenn es um die eigene Haut geht).
Kommentar Odenthal: "Ach, die Ausrede hatte ich dann noch nicht auf meinem Zettel."
Grandiose Vorstellung, Herr Lindner. Bloß nie festnageln lassen (obwohl das bei der FDP ja vielleicht ab und zu vorkommen könnte) und Fehler eingestehen.
Ich schaue auf den Bildschirm, sehe jemanden reden und denke: "Ah, der Guido."
Christian Lindner (FDP) ist zu einem meiner Lieblingspolitiker in Deutschland geworden. Und er war heut mal wieder beim Morgenmagazin. Das isser:
(Quelle: Commons)
Der erste Satz von Normen Odenthal: "Herr Lindner, nun sind ja alle Ausreden aufgebraucht. Was sagen sie nun zu den schlechten Umfragewerten der FDP?"
Was kam, war eine weitere Ausrede, dass das ja alles gar nicht so wild sei, denn man sei ja für eine Wahlperiode von 4 Jahren (sic!) gewählt. Man solle sich nicht die schlechte Angewohnheit der Wirtschaft angewöhnen, alles nur in Quartalen zu sehen (oha...ein Seitenhieb gegen die Wirtschaft? Die gehen sogar ihre eigenen Leute an, wenn es um die eigene Haut geht).
Kommentar Odenthal: "Ach, die Ausrede hatte ich dann noch nicht auf meinem Zettel."
Grandiose Vorstellung, Herr Lindner. Bloß nie festnageln lassen (obwohl das bei der FDP ja vielleicht ab und zu vorkommen könnte) und Fehler eingestehen.
Donnerstag, 11. März 2010
Knapp daneben
Simultanübersetzer: "Wir hatten 9,9 Besucher letztes Jahr."
Ja, fast. nur knapp 9.899.990,1 Besucher daneben.
Ja, fast. nur knapp 9.899.990,1 Besucher daneben.
Mittwoch, 3. März 2010
Kumpel Kumpel
Gestern noch "Herr Kumpel" ist er heute schon "Robin Kumpel". Morgen dann vielleicht "Kumpel Kumpel".
Und so.
Das wohl blödeste Satzende, welches ein Reporter (live aus Chile) bringen kann: "[...] es gab Plünderungen...und so."
Dienstag, 2. März 2010
Freitag, 12. Februar 2010
Griechenland-Witz
Heut Morgen war ich durch eine Erkältung ein wenig abwesend und bin erst nach Sendeschluss so richtig wach geworden, aber schön fand ich die Aussage, dass die ersten Zeitungen schon Griechenland-Witze drucken würden. Präsentiert wurde die Financial Times Deutschland (ja, die mit dem rosa Papier) und folgende Artikel-Überschrift:
"Griechen müssen bald Steuern zahlen"
So trocken und so gut.
"Griechen müssen bald Steuern zahlen"
So trocken und so gut.
Donnerstag, 11. Februar 2010
Guten MorgenMagazin!
Guten Morgen zusammen (auch wenn es später Nachmittag ist).
Ihr werdet euch sicher wundern, was das hier soll. Der Typ bloggt kaum noch auf seinem Bloggbuch und Barley vs. Köpke ist auch tot und nun will er einen dritten Blog betreiben...über das Morgenmagazin?! Genau so ist es!
Das ZDF- und ARD-Morgenmagazin - so viel sei kurz zur langweiligen Geschichte gesagt - entstand im Jahre 1992 und läuft seitdem wöchentlich und wird jede Woche von einer anderen der beiden Sendeanstalten produziert. Das ZDF in den ungeraden, die ARD in den geraden Kalenderwochen. Die Sendung läuft von 5:30 Uhr bis 9:00 Uhr. Wer sich für den Rest interessiert, schaut bitte bei Wikipedia nach.
Seitdem ich nämlich kein Student mehr bin, früh aufstehen muss und kein Privatfernsehen habe, läuft früh das Morgenmagazin (ich zahle übrigens GEZ, also kann mich jeder mal). Und diese Sendung ist wirklich lustig, interessant, bezaubernd, verwirrend, skurril und zum Ausrasten geeignet...also perfekt geeignet, jeden Tag eine neue Anekdote daraus zu zitieren.
Beispielsweise, dass einer der Wettermänner doch tatsächlich seinen Namen von Ben Vogel zu Ben Wettervogel ändern lies, weil ihn seine Kollegen (damals beim Radio) eh immer so angekündigt haben. Oder die Aussenreporter, die mehr als einmal sinnlose Füllsätze und Füllinformationen raushauen, nur damit sie die 5 Minuten ihres Spots vollbekommen ("Und hier sieht man Särge aus Eichenholz...und Eibe...und auch Mahagoni...und Buche...und hier: Kiefer..."). Andererseits werden interessante Gespräche grob abgebrochen, weil die Zeit zu Ende geht oder eine eher unwichtige Frage unbedingt noch gestellt werden muss. Auch stehen die Moderatoren mal falsch oder das Mikrofon ist noch an, während gerade die Börse durchgesagt wird. In einer Livesendung alles kein Problem, aber um so witziger.
Eher nervig sind dafür jedoch die Politikerinterviews. Das ist weniger die Schuld von Werner Sonne oder den anderen Journalisten/Moderatoren, die das durchaus gut machen. Es liegt viel mehr in der Natur der Politiker. Diese kleinen Wiesel, die sich nicht festnageln lassen wollen und jedes noch so unangenehme Thema zurück auf die Erfolge ihrer Partei lenken müssen.
Aber, das sind nur kurze Einblicke in das, was ich bisher mitbekommen habe. Und ich hoffe doch, dass ich im Laufe der Zeit genug Sachen finde, die ich hier in kurzer Form niederschreiben kann.
Wer mag, begleitet mich auf diesem ungewissen Experiment, welches in keiner Weise böse gemeint ist...es ist eher eine Huldigung an eine tolle Show, die mich fast jeden Morgen in den Tag begleitet und noch eine Weile begleiten wird.
Guten Morgen zusammen!
Ihr werdet euch sicher wundern, was das hier soll. Der Typ bloggt kaum noch auf seinem Bloggbuch und Barley vs. Köpke ist auch tot und nun will er einen dritten Blog betreiben...über das Morgenmagazin?! Genau so ist es!
Das ZDF- und ARD-Morgenmagazin - so viel sei kurz zur langweiligen Geschichte gesagt - entstand im Jahre 1992 und läuft seitdem wöchentlich und wird jede Woche von einer anderen der beiden Sendeanstalten produziert. Das ZDF in den ungeraden, die ARD in den geraden Kalenderwochen. Die Sendung läuft von 5:30 Uhr bis 9:00 Uhr. Wer sich für den Rest interessiert, schaut bitte bei Wikipedia nach.
Seitdem ich nämlich kein Student mehr bin, früh aufstehen muss und kein Privatfernsehen habe, läuft früh das Morgenmagazin (ich zahle übrigens GEZ, also kann mich jeder mal). Und diese Sendung ist wirklich lustig, interessant, bezaubernd, verwirrend, skurril und zum Ausrasten geeignet...also perfekt geeignet, jeden Tag eine neue Anekdote daraus zu zitieren.
Beispielsweise, dass einer der Wettermänner doch tatsächlich seinen Namen von Ben Vogel zu Ben Wettervogel ändern lies, weil ihn seine Kollegen (damals beim Radio) eh immer so angekündigt haben. Oder die Aussenreporter, die mehr als einmal sinnlose Füllsätze und Füllinformationen raushauen, nur damit sie die 5 Minuten ihres Spots vollbekommen ("Und hier sieht man Särge aus Eichenholz...und Eibe...und auch Mahagoni...und Buche...und hier: Kiefer..."). Andererseits werden interessante Gespräche grob abgebrochen, weil die Zeit zu Ende geht oder eine eher unwichtige Frage unbedingt noch gestellt werden muss. Auch stehen die Moderatoren mal falsch oder das Mikrofon ist noch an, während gerade die Börse durchgesagt wird. In einer Livesendung alles kein Problem, aber um so witziger.
Eher nervig sind dafür jedoch die Politikerinterviews. Das ist weniger die Schuld von Werner Sonne oder den anderen Journalisten/Moderatoren, die das durchaus gut machen. Es liegt viel mehr in der Natur der Politiker. Diese kleinen Wiesel, die sich nicht festnageln lassen wollen und jedes noch so unangenehme Thema zurück auf die Erfolge ihrer Partei lenken müssen.
Aber, das sind nur kurze Einblicke in das, was ich bisher mitbekommen habe. Und ich hoffe doch, dass ich im Laufe der Zeit genug Sachen finde, die ich hier in kurzer Form niederschreiben kann.
Wer mag, begleitet mich auf diesem ungewissen Experiment, welches in keiner Weise böse gemeint ist...es ist eher eine Huldigung an eine tolle Show, die mich fast jeden Morgen in den Tag begleitet und noch eine Weile begleiten wird.
Guten Morgen zusammen!
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